last . . back to start . . next
in Indien e.V.
(gemeinnütziger Verein)
Fesenfeld 57
28203 BREMEN
GERMANY
19. Dezember 1999
1. mailbox : kindergarten@kindergarten.org
2. mailbox : regge@regge.com
main homepage is: http://www.kindergarten.org
2nd homepage is: http://www.regge.com
Tel.: (49) 0 - 421 - 71111
FAX.: (49) 0 - 421 - 71114
(Roswitha u. Hans-J. Regge sowie eine Reihe Freunde)
An
Freunde, Kollegen,
Nachbarn, Interessierte, Bremen, den 19.12.1999
betr.: Kurzbericht über unsere Aktionen in Indien / Bitte um Spende
An unsere Mitglieder, Freunde und Förderer !
Wieder einmal melden wir uns aus Indien: Wie in den letzten Jahren und zuletzt im April 1999 (im April war unser Mitglied Clemens Hütte aus Bremen hier und führte eine grosse Impfaktion erfolgreich durch) konnten wir jetzt wieder im November/Dezember in Zusammenarbeit mit indischen Ärzten etwas für die Gesundheit von Kindern in den Slums von Bombay tun: Durch einige größere und viele kleine Spenden waren wir in der Lage, diesmal nicht nur Impfstoffe gegen Masern, Keuchhusten, MMR, Röteln, Tetanus, Diphterie und Polio zu kaufen und in unserem Beisein im November/Dezember 1999 4082 Kinder impfen zu lassen. Diesmal reichte es auch, um 200 Kinder gegen Typhus impfen zu lassen und rund tausend Flaschen mit Vitamin-Syrup den Eltern von Kindern mitzugeben !Polio-Schluckimpfungen werden bis zum Alter von fünf Jahren jetzt auch von der indischen Gesundheitsbehörde angeboten. "95 % aller Leute, die älter sind, haben entweder die Immunität durch Schluckimpfung oder durch eine Infektion" sagte man mir von der Behörde. Die restlichen ungeschützten 5% werden wohl nicht mehr für so dringend gehalten - Ärzte nannten mir allerdings auch (regional unterschiedlich) wesentlich geringere Zahlen..... Entsprechende Veranstaltungen der Behörden, die ich besuchen konnte, waren auch keineswegs überlaufen, im Gegensatz zu unseren Camps, wo es allerdings zusätzlich auch Zahnbuersten, Teddys oder Kekse etc. gab... Vitaminmangel führt regelmäßig zu Gesundheitsproblemen bis hin zur Trübung der Augenlinsen. Wir haben deshalb annähernd 1000 Flaschen mit Vitamin-Syrup gekauft und verteilt, eine Flasche kostet weniger als eine DM. Zusammen mit je einer Zahnbürste mit Zahnpaste oder einem Teddy aus Deutschland wurde die Flasche den Eltern der Kinder gegeben, welche zum Impfen gebracht wurden. Da bereits eine Reihe von Helfern, die in früheren Jahren bei entsprechenden Aktionen mitgeholfen hatte, bereitstand und tatkräftig mithalf, ging eigentlich - nach indischen Maßstäben gemessen - eigentlich alles recht glatt und zügig.
Dass dann plötzlich mal eine Aerztin zu einer wichtigen Hochzeit musste oder das Eis zum Kühlen der Medikamente fast entschwebt war, erschüttert dann doch niemanden mehr. Die meiste Kraft musste wieder dafür aufgebracht werden, Kinder und Eltern NACHEINANDER zum Impfen einzulassen - und nicht deren Wünschen entsprechend alle gleichzeitig... Entsprechend unserem "Banner" (dem Stoffplakat, siehe Bild) legten wir Wert darauf, dass sich alle Religionsgruppen und Kasten angesprochen fühlten und ihre Kinder brachten - das ist offenbar gelungen. In Gujerat, einem Gebiet im Norden Indiens (Rajestan), fanden unter tatkräftiger Unterstützung einer befreundeten indischen Familie auch zwei "Camps" statt - auf dem Lande. Dort konnte ich auch eine Augenklinik besuchen: Es werden dort die getrübten Augenlinsen entfernt und durch Implantate ersetzt. Ursache der Trübung: Vitaminmangel (s.o.)
Sicherlich haben die verabreichten Impfungen und Tropfen doch das eine oder andere Kind davor bewahrt, krank zu werden. Durch den regelmäßig nicht sehr stabilen Gesundheitszustand der Kinder haben Kinderkrankheiten, die bei uns eher weniger eine durchschlagende Wirkung hervorrufen, hier eine größere Bedeutung.
Bitte helfen sie uns wie in früheren Jahren mit einer kleinen Spende, damit wir unsere Arbeit fortsetzen können. wir haben keine bezahlten Kräfte oder Büros etc. in Deutschland, und die indischen Helfer und Ärzte erhalten nur ein kleines Entgelt. Hierdurch kann fast Ihre gesamte Spende für Impfstoffe etc. hier verwandt werden. Pro Kind haben wir im November 99 nach vorläufigen Berechnungen jeweils ca. 70 Rupies im Durchschnitt aufwenden müssen - das sind weniger als drei DM. Folgekosten oder Abhängigkeiten entstehen nicht.
mit freundlichen Grüßen
.
Hans-Joachim Regge
last . . back to start . . next